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Albrecht Franke
Christa Johannsen – ein erfundenes Leben
Ein Schriftstellerinnenleben im 20. Jahrhundert

Die Schriftstellerin Christa Johannsen (1914–1981) war in der DDR etabliert: mit zahlreichen Veröffentlichungen, diverse Auszeichnungen, der Mitarbeit im Schriftstellerverband und in der CDU. Sie engagierte sich für eine Literatur ohne Bevormundung und den literarischen Nachwuchs, leitete »Zirkel schreibender Arbeiter« und in den frühen 1970er Jahren die Gruppe »Junge Prosaisten«.
Einer ihrer damaligen Schüler, Albrecht Franke, hat ihrem Leben nachgespürt und dabei festgestellt, dass er seine einstige Lehrerin überhaupt nicht kannte. Er stößt u.a. auf Texte aus der NS-Zeit, einen höchst zweifelhaften Doktortitel, politische Lobhudeleien in der DDR und unter Pseudonym veröffentlichte Gegenreden im Westen.
Franke entwickelt eine ebenso ungewöhnliche wie typische Biografie des 20. Jahrhunderts. Einen tragikomischen Lebenslauf zwischen Verbergen und Anpassen, aber ebenso zwischen Aufmucken und unkonventionellem Lebensstil. So entsteht nicht nur die Erzählung eines Lebens, sondern eine Geschichte der Literatur des früheren Bezirkes Magdeburg, der DDR und Deutschlands.

Napoleonstein und Prinz-Heinrich-Stein

Napoleonstein und Prinz-Heinrich-Stein

Helga Heilig

Zwei Denkmale, drei Namen

Napoleonstein, Blücherstein, Prinz-Heinrich-Stein – welcher darf es denn bitte sein? Die Äpplerberge bei Naumburg sind ein beliebtes Wandererziel. In etwa 250 Metern Höhe befinden sich auf kurzer Distanz zwei Denkmale, die von den Einheimischen mit drei verschiedenen Namen bedacht und oft verwechselt werden. Aus einem Buntsandstein-Block gehauen wurde der Blücherstein, der jedoch meistens Napoleonstein genannt wird. Der Blücherstein wurde 1865 errichtet zur 50-jährigen Wiederkehr von Blüchers Sieg bei Belle. Einige Meter weiter gibt es wieder ein Denkmal, das mit einem eisernen Kreuz versehen wurde. Es stammt aus dem Ersten Weltkrieg und ist Prinz Heinrich gewidmet. Eine Wanderung zu den Denkmalen ist weniger der Gedenksteine wegen lohnenswert, jedoch der fantastische Ausblick in das Saaletal mit Sicht auf Bad Kösen und Schulpforte bleibt unvergesslich. Allerdings sollte man die Wege nicht verlassen, denn auf dem Trockenrasen gedeihen zahlreiche geschützte Pflanzen. Wer nur wenige Schritte zu Fuß gehen möchte oder kann, fährt auf der Bundesstraße 87 Richtung Bad Kösen, biegt im Ortseil Almrich in Richtung Bad Bibra ab und fährt weiter über die Saalebrücke in die Äpplerberge. Oberhalb des Weinbergs gibt es links einen Parkplatz. Dort weist ein Schild auf den Prinz-Heinrich- Stein; der Blücherstein steht etwa 200 Meter weiter.

Weitere Informationen:

Napoleonstein und Prinz-Heinrich-Stein

Hochfläche über den Saalhäusern

06628 Naumburg

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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