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Rainer Eckert

SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit im vereinten Deutschland
Eine Auswahlbibliografie

Unverzichtbares Nachschlagewerk für die Forschung

Die Bibliografie enthält als Standardwerk ca. 8.000 Monografien und Aufsätze zur Geschichte von Opposition und Widerstand gegen die kommunistische Diktatur in Ostdeutschland. Dazu kommen Arbeiten, die sich mit der politischen Repression, der Friedlichen Revolution und der deutschen Wiedervereinigung 1989/90 sowie mit der geschichtspolitischen und Theoriediskussion dieser Themen in den vergangenen 30 Jahren beschäftigen. Die Titel sind weltweit gesammelt. Damit ist die Bibliografie von grundlegender Bedeutung nicht nur für die zeitgeschichtliche Forschung, für politische Bildungsarbeit und für die »Aufarbeitung« der SED-Diktatur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern weltweit.

Schloss Goseck

Schloss Goseck

Helga Heilig

Kultplatz, Schloss und Kloster

Wenn auch etwas abseits von den üblichen touristischen Routen gelegen, ist Schloss Goseck durchaus sehenswert. Nach jahrzehntelanger Verwahrlosung hat die Kulturstiftung Sachsen- Anhalt besonderen Wert darauf gelegt, die stark gefährdete Schlosskirche und deren romanische Krypta sanieren zu lassen. Es fanden auch archäologische Grabungen auf dem Schlosshof statt, die einiges über die Zeit preisgaben, als hier ein Kloster bestanden hatte. Das Gelände ist uralter Kulturboden. Im Hain oder Hagen opferten die Germanen ihren Göttern. Entsprechende Werkzeuge, Waffen, Kultgegenstände und Gräber sind gefunden worden. Die älteste Anlage soll eine Burg Ponzig gewesen sein. Es ist nicht sicher, ob sie auf dem Platz des Schlosses oder in unmittelbarer Nähe gestanden hat. Im 10. Jahrhundert wurde Goseck Stammsitz der sächsischen Pfalzgrafen aus dem Hause Wettin. Söhne des ersten Pfalzgrafen, Adalbert, Dedo und Friedrich II. gründeten anstelle des Schlosses ein Benediktinerkloster, genannt Gotteseck. Rund 500 Jahre hat das reich dotierte Kloster bestanden. Das Ende kam mit der Säkularisierung 1539. Danach wurde einiges um- und ausgebaut und wieder zerstört. Beeindruckend, der riesige männliche Ginko-Baum auf dem Schlosshof, der 1840 gepflanzt worden ist sowie die traumhafte Aussicht von der Schloss-Terrasse ins Saaletal.

Weitere Informationen:

Schloss Goseck

Burgstraße 53

06667 Goseck

Tel.: 3443 3482589

www.schlossgoseck.de

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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