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Albrecht Franke
Christa Johannsen – ein erfundenes Leben
Ein Schriftstellerinnenleben im 20. Jahrhundert

Die Schriftstellerin Christa Johannsen (1914–1981) war in der DDR etabliert: mit zahlreichen Veröffentlichungen, diverse Auszeichnungen, der Mitarbeit im Schriftstellerverband und in der CDU. Sie engagierte sich für eine Literatur ohne Bevormundung und den literarischen Nachwuchs, leitete »Zirkel schreibender Arbeiter« und in den frühen 1970er Jahren die Gruppe »Junge Prosaisten«.
Einer ihrer damaligen Schüler, Albrecht Franke, hat ihrem Leben nachgespürt und dabei festgestellt, dass er seine einstige Lehrerin überhaupt nicht kannte. Er stößt u.a. auf Texte aus der NS-Zeit, einen höchst zweifelhaften Doktortitel, politische Lobhudeleien in der DDR und unter Pseudonym veröffentlichte Gegenreden im Westen.
Franke entwickelt eine ebenso ungewöhnliche wie typische Biografie des 20. Jahrhunderts. Einen tragikomischen Lebenslauf zwischen Verbergen und Anpassen, aber ebenso zwischen Aufmucken und unkonventionellem Lebensstil. So entsteht nicht nur die Erzählung eines Lebens, sondern eine Geschichte der Literatur des früheren Bezirkes Magdeburg, der DDR und Deutschlands.

Eckartsburg

Eckartsburg

Helga Heilig

Wie eine maurische Festung

Wer von der Autobahn A 4 oder von Weimar auf der Bundesstraße 87 kommend in Richtung Burgenlandkreis reist, wird an der Landesgrenze Sachsen-Anhalts von der Eckartsburg begrüßt. Ekkehard I. ließ dieses, kilometerweit nicht zu übersehende, monumentale Bauwerk im Jahr 998 zum Zwecke der Sicherung seines Reichs und zum Schutz der Handelsstraßen errichten. Für Sicherung und Schutz ist die Burg heute nicht mehr nötig; sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus Thüringen und Sachsen-Anhalt. Hier findet sozusagen eine innerdeutsche Völkerverständigung statt. Im gleißenden Sonnenlicht wirkt die Burg wie eine maurische Festung. Deren Prunkstück ist der 36 Meter hohe Bergfried, der ehemals als Wachturm und Wohnung diente. Besonders die großartige Aussicht von den Zinnen dieses Turms beeindruckt die Besucher. Hier ist zudem ein Diorama untergebracht. Mit über 6.000 Zinnfiguren wird die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt vom 14. Oktober 1806 dargestellt. Die gesamte Burganlage befindet sich im Besitz der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Letztere investiert seit rund drei Jahrzehnten kräftig in den Erhalt der Eckartsburg. Deren Bestand war zu Beginn der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts erheblich gefährdet. Wesentliche Teile des alten Gemäuers drohten damals den Berghang hinunterzustürzen.

Weitere Informationen:

Eckartsburg

Burgweg 13 b

06648 Eckartsberga

Tel.: 034467 419700

http://www.eckartsburg.com/

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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Burgweg 13 b
06648 Eckartsberga

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