Sachsen Anhalt Lese

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Michael Hametner

Kopfkino
15 Gespräche – Ein Porträt des Malers Hans Aichinger
Reihe Ateliergespräche

Seine Bilder lassen an Fotorealismus denken. Hans Aichinger malt so vollkommen, dass eine Augentäuschung möglich ist. Michael Hametner, der den Künstler über mehrere Monate befragt hat, erfährt, wie wenig der Begriff für Aichinger selbst zutrifft. Er hat dem Künstler Kern- und Leitsätze großer Kollegen vorgelegt, zu denen sich Aichinger zustimmend oder ablehnend ins Verhältnis setzt. So entsteht das Porträt eines der ungewöhnlichsten Maler der Leipziger Kunstszene von heute. Aichinger erzählt über seine Bilder, die er sich ausdenkt, im Fotostudio mit Modellen nachstellt und schließlich in einem Akt von Meditation malt. Was entsteht, ist ein bis in die Details hinein perfekt anmutender Realismus.

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Steinernes Album

Steinernes Album

Helga Heilig

Bilder aus Stein im Weinberg

Zwölf Steinreliefs, die in Felsgestein eingearbeitet worden sind, stellen die größten Bildreliefs in Europa dar. Zu finden ist das „Steinerne Album“ im Blütengrund, kurz vor der Saale-Unstrut-Mündung. Der Juwelier Johann Christian Steinauer zog anno 1706 nach Naumburg und erwarb das Bürgerrecht. Nach dem Kauf des Hauses in der Großen Salzstraße verhalf ihm der Handel zu weiterem Wohlstand. Zu seinen Kunden zählten während der Peter-Pauls-Messe Fürsten und Adlige. Auch Herzog Christian II. von Sachsen-Weißenfels war von seiner Handwerkskunst angetan. Er verlieh ihm das Recht, sich Hofjuwelier zu nennen. Sein Erspartes legte Steinauer in einem Weinberg bei Großjena an. Um auch künftig Aufträge vom Herzog zu erhalten, kam Steinauer auf die Idee, zu dessen zehnjährigen Thronjubiläum am 17. März 1722, ein Relief aus dem Felsen seines Weinberges herausarbeiten zu lassen. Viele der zwölf Reliefs des Steinernen Albums tragen das Datum 17. März 1722, obwohl einige davon erst in den folgenden Jahren entstanden sind. Da die Motive der Reliefs Nummer zwei und drei nicht zu den zehn übrigen passen und Wappen tragen, wird vermutet, dass diese zuerst entstanden sind. Die Anregung, dieses außergewöhnliche Kunstwerk gestalten zu lassen, fand Steinauer vermutlich im Kroppental. Dort gibt es einen in Stein gehauenen, zwei Meter großen Engel.

Weitere Informationen:

Steinernes Album

Blütengrund

06618 Großjena

Tel.: 03445 273125

www.naumburg.de

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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Steinernes Album

Blütengrund
06618 Naumburg (Saale)

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