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Mario Schneider
Tourist
Bild-Text-Band
Man könnte annehmen, das Thema »Tourist« brächte hauptsächlich Skurriles hervor, doch sind es vielmehr intime Begegnungen zwischen Fotograf und Objekt. Reisen verändern den Menschen. Diesen Wandel hat Mario Schneider, der sich wie auch in seinen Dokumentarfilmen am Menschen und dessen Wesen interessiert, in seinen eindrucksvollen Fotografien festgehalten.
Wir alle versuchen, den Touristen aus dem Weg zu gehen, und verwandeln uns doch regelmäßig selbst in sie. Gerade in diesen Zeiten, wo uns jede Flugreise ein schlechtes Gewissen beschert, wo Ozeanriesen Millionen von Besuchern über die Venedigs dieser Erde ausschütten, versucht Schneider den Menschen hinter dem Touristen zu entdecken – und tatsächlich, es gibt ihn auch dort – im Urlaub. Voller Freude, Liebe und Einsamkeit.
Mit Texten von Meike Wetzel, Jule Reckow und Mario Schneider.

Oberlandesgericht Naumburg

Oberlandesgericht Naumburg

Helga Heilig

Grafen, Bischöfe, Russen und Richter

„Im Namen des Volkes …“, heißt es immer wieder im Oberlandesgericht Naumburg. Dort, wo die oberste Justizbehörde von  Sachsen-Anhalt Recht spricht, stand einst die Neue Burg, die  der Stadt Naumburg ihren Namen verlieh: aus Neue Burg wurde Naumburg. Die Markgrafen von Meißen, die ursprünglich  ihren Sitz in Kleinjena hatten, ließen aus strategischen Grün- den um 1010 ihre Burg auf der gegenüberliegenden Seite der  Saale errichten. Sie wählten einen optimalen Ort auf einem  Saale-Sporn, der beste Aussichten in die Gegend garantierte  und damit Sicherheit bot. Lange wohnten die Ekkehardinger  hier nicht, denn bereits 1028 überließen sie die Burg dem Bischof von Zeitz, dessen Residenz nach  Naumburg  verlegt  wurde.  1028  ist  auch das offizielle Gründungsjahr der  Stadt Naumburg. Nach dem Wiener Kongress gelangte Naumburg zu Preußen, und infolgedessen  wurde der Stadt der Sitz des Oberlandesgerichts zugesprochen.  1817 erwarb der preußische Staat das Grundstück auf dem  Georgenberg und ließ das erste Oberlandesgerichtsgebäude  in Naumburg errichten. 100 Jahre später erfolgte ein Neubau  durch  Regierungsbaumeister  Fritz Hoßfeld.  Am  23.  Oktober  1917 wurde das Haus feierlich eröffnet. Es war und ist ein eindrucksvolles Bauwerk. Von 1945 bis 1992 war es von der sowjetischen Kommandantur besetzt und für Naumburger nicht  zugänglich.  Nach  Abzug  der  russischen  Truppen  wurde  das  Gebäude aufwendig saniert und seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt.

Weitere Informationen:

Oberlandesgericht Naumburg

Domplatz 10

06618 Naumburg

Tel.: 03445 280

https://olg.sachsen-anhalt.de/

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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Domplatz 10
06618 Naumburg

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