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Helmut Mischo
Entdecker unter Tage 1919–2019
100 Jahre Forschungs- und Lehrbergwerk
Technische Universität Bergakademie Freiberg
Sachbuch

Einzigartige Welten unter Tage

Schon sehr früh griff die Ausbildung an der 1765 gegründeten Bergakademie Freiberg auf die Nutzung des untertägigen Raumes sowohl für die Lehre als auch schon für erste Forschungen zurück. Mit der Übertragung des Bergwerkseigentums an Teilen der damaligen Himmelfahrt Fundgrube an die Bergakademie im Jahr 1916 und der Eröffnung der Lehrgrube am 1. Mai 1919 wird seit nunmehr 100 Jahren im hochschuleigenen Bergwerk gelehrt und geforscht.
Der Band erzählt die Historie und wechselvolle Geschichte dieses in Deutschland und Europa einzigartigen Forschungsstandortes und gibt anhand ausgewählter Beispiele einen Einblick in die breit gefächerten Projekte und Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Lehre, im Altbergbau und im Tourismus, die heute den Betrieb des Bergwerkes prägen.

Wittenberg Gemüse GmbH

Wittenberg Gemüse GmbH

Mathias Tietke

Tomaten, so weit das Auge reicht

Mittlerweile gedeihen in der Nähe der Süddeutschen Kalkstickstoffwerke (SKW) Piesteritz mehr als 600.000 Tomatenpflanzen in einem Gewächshauskomplex. Dank des süßen Aromas werden die Sorten Capricia, Brioso und Bellastar nun in ganz Deutschland verkauft. Sie als „Luthertomate“ zu vermarkten, war die Idee von Dr. Helmut Rehhahn, dem Projektmanager der Gemüse GmbH. Mit Luther haben die Tomaten allerdings nichts zu tun und es ist auch nicht besonders originell, Produkte, die in Wittenberg produziert werden, willkürlich mit dem Etikett „Luther“ zu versehen. Auf dem Wittenberger Marktplatz verzichtet man gerne auf den unsinnigen Markennamen und verkauft „Wittenberg-Tomaten“.

Kevin van IJperen, der Prokurist und Marketingleiter von Wittenberg Gemüse, informiert stolz, dass vom März bis November 2014 hier bereits 7.000 Tonnen Tomaten geerntet wurden und die Weichen auf Expansion stehen. Wegen der Bedenken einiger Wittenberger Bürger hinsichtlich der Nähe der Gewächshäuser zum SKW verweist er auf eine Fernsehsendung der TV-Kochs und Restaurant-Testers Christian Rach, der im Juli 2014 durch einen Labortest die Bedenken zerstreute: Keine Pestizide nachweisbar. Zudem schnitten die Wittenberger Tomaten im Geschmacksvergleich mit Tomaten anderer Herkunft am besten ab. Die Idee, Gewächshäuser direkt neben die Stickstoffwerke zu platzieren, ist eher im Sinne der Umwelt, denn in den Gewächshäusern werden Wärme und Kohlendioxid, die beim SKW als Abfallprodukte anfallen, gedeihlich genutzt.

Adresse

Hans-Heinrich-Franck-Straße 5

06886 Wittenberg


Kontakt

Tel.: 03491 / 506250


Information

www.wittenberg-gemuese.de


*****

Textquelle:

Tietke, Mathias: Wittenberg - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Mathias Tietke.

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