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Eberhard Klöppel

Das Mansfelder Land 1974–1989
Bildband
Mit einem Text von Michael Birkner

Kaum ein Bildreporter hat so intensiv das Geschehen im Mansfelder Land beobachtet wie Eberhard Klöppel. Er begann schon früh zu fotografieren. In seinem Archiv gibt es Tausende Fotos vom Leben in seiner Heimat. Aber wichtigstes Thema waren für ihn Bergbau und Hütten – und vor allem die Menschen, die dort arbeiteten.

Klöppels Fotos zeigen nicht die vermeintliche Tristesse und Resignation, sondern vermitteln Leben. Nie agiert er als Regisseur, sondern konsequent als Beobachter, als Dokumentarist seiner Zeit. Er zeigt, wie es war in diesen Jahren im Mansfelder Land: Ob es der Umzug der Ausgezeichneten am 1. Mai ist, die Hochzeit mit Dreimannkapelle und den tanzenden Gästen, der von Frauen in Kittelschürzen umringte Kosmonaut Sigmund Jähn bei der Autogrammstunde, das Leben in der Mittelstraße in Helbra, das »Dreckschweinfest« der Grunddörfer zu Pfingsten oder auch der Wiesenmarkt in Eisleben.

Gosecker Sonnenobservatorium

Gosecker Sonnenobservatorium

Helga Heilig

Dem Lauf der Sonne auf der Spur

Die Aufregung war groß, als Archäologen 1991 während eines Erkundungsflugs auf einem Feld bei Goseck einen riesigen Ring entdeckten. Einige Wissenschaftler vermuteten, es handele sich wohl um die Reste eines großen Gebäudes. Manche meinten, hier hätten in einer Art Pfahlbau gleichzeitig sämtliche Bewohner eines ganzen Dorfs samt Vieh gelebt. Erst zehn Jahre später wurde die Anlage von Archäologen ausgegraben, vermessen und dokumentiert. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um die Reste einer zirka 7.000 Jahre alten Kreisgrabenanlage handelt. Sie besteht aus einem kreisförmigen Graben und zwei konzentrischen Palisadenringen. Man kam zu dem Schluss, dass die Kreisgrabenanlage Goseck eine der frühesten archäologischen Belege für systematische Himmelsbeobachtungen ist. Drei Tore nach Norden, Südosten und Südwesten fungierten als Visiereinrichtungen zur Beobachtung der Sonne zum Zeitpunkt der Sonnenwende. Die jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlage Goseck wurde zirka 4800 vor Christus erbaut. „Als Versammlungs-, Handels-, Kult- und Gerichtsplatz stellte sie den Mittelpunkt einer frühgeschichtlichen Mikroregion dar“, so das Fazit. Das Sonnenobservatorium wurde 2005 am Originalschauplatz wissenschaftlich rekonstruiert. Die vor Ort entdeckten Keramikscherben und Knochenfunde lassen eine Datierung dieser Anlage zu.

Weitere Informationen:

Gosecker Sonnenobservatorium

Burgstraße 53

06667 Goseck

Tel.: 03443 / 200561

http://www.himmelswege.de/index.php?id=6

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Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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