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Ilona Traub/Peter Traub

Magische Orte in Mitteldeutschland III
Zwischen Thüringer Schiefergebirge und Rhön, Eichsfeld und Altenburg
Reiseführer

Von der magischen Anziehungskraft einer bezaubernden Landschaft

Was verleiht dem Gebiet zwischen Thüringer Schiefergebirge und Eichsfeld so große Anziehungskraft, dass berühmte Kaiserinnen und Dichter hier verweilten, ja selbst der Teufel sich dahin aufgemacht haben soll?
Es ist die Magie seiner Landschaften – der Wälder, Gebirgszüge und Fluss­täler. Der Reiz alter Klosterruinen, trutziger Burgen, blühender Parks und zum Himmel aufragender Dome. Die Schönheit tausendjähriger Städte und der wie von Feenhand geschaffenen Unterwelten.
Erneut nehmen uns Ilona und Peter Traub mit auf Entdeckungsreise. Sie führen zu ausgewählten Orten, erzählen ihre Geschichte, ihre Sagen, Legenden und begegnen Zeugnissen der rätselhaften Bindung von Mensch und Natur.

Unser Leseangebot
Wasserburg Rosslau

Wasserburg Rosslau

Carsten Joroch

Eine Burg mit einer bewegten Geschichte

Eines der ältesten Gebäude der Doppelstadt ist die Wasserburg Roßlau. Die ältesten Teile dieses Gebäudes stammen aus dem 12. Jahrhundert. Allerdings befand sich zuvor an gleicher Stelle eine slawische Burg. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1358 als „Rozelowe dat hus“.

Zu ihren besten Zeiten war die Burg von drei Wassergräben umgeben. Heute ist noch ein Graben erhalten, indem sich mal mehr und mal weniger Wasser befindet. Ungewöhnlich an der Roßlauer Burg ist, dass sie von außen relativ kompakt und schlicht erscheint. Obwohl die Burg über einen großen Wohnturm verfügt, ist dieser von außen kaum auszumachen. Erst im Innenhof ist sie so richtig als Burg zu erkennen.

In ihrer bewegten Geschichte hatte die Wasserburg viele Funktionen und Besitzer. Mal diente sie den anhaltischen Fürsten als Residenz, dann als Ökonomieamt, dann wieder als Residenz und im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg geplündert und teilweise in Brand gesteckt. Im 18. Jahrhundert gab nochmal einen Anbauschub. Unter anderem wurde im Vorhof ein kleines Jagdschloss errichtet. Hundert Jahre später war die Burg zu großen Teilen verfallen, sodass sogar das Gefängnis aus der Burg ins Rathaus verlegt werden musste.

In den letzten zehn Jahren kümmert sich der Förderverein „Burg Roßlau e. V.“ um den Erhalt und die Restaurierung der Burg. Der Verein organisiert auch zahlreiche Veranstaltungen, in deren Rahmen die Burg besichtigt werden kann. Dazu zählen z. B. ein Weihnachtsmarkt, aber auch das Musikfestival „This is Ska“.

Adresse

Am Schlossgarten 18 b

06862 Dessau-Roßlau

www.burgrosslau.de


Infos zum Ska-Festival

www.this-is-ska.de



*****

Textquelle:

Joroch, Carsten : Dessau und Wörlitz: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Carsten Joroch.

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