Sachsen-Anhalt-Lese

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Sachsen-Anhalt-Lese

Martin Kulinna
Feste – Festivals
Riten und Wallfahrten/Rituals and Pilgrimages
Bildband
Mit Texten von André Meier

Berührende, atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Unsere Welt verliert rasant an Diversität. Multinationale Konzerne besetzen die Innenstädte und verwandeln sie in uniforme Einkaufs- und Vergnügungszonen. Und auch der Einzelne selbst hat sich längst diesem Egalisierungsgebot unterworfen. Martin Kulinna weiß, dass dieser Marsch in die Monotonie kaum zu stoppen ist. Aber gerade deshalb bereist er mit seiner Kamera beharrlich jene Orte, an denen kulturelle Vielfalt nicht nur behauptet, sondern auch tatsächlich gelebt wird. Seine Bilder zeigen uns Menschen, die sich gegen den globalen Trend stemmen, die an den Ritualen und Bräuchen ihrer Ahnen festhalten und sich mit ihren Kostümen, Tänzen und Gesängen stolz als eigenständige Wertegemeinschaft behaupten. Unter anderem werden Feste und Rituale in Bulgarien, Deutschland, Kuba, Litauen, Malta, Peru, Rumänien, Spanien und Teneriffa thematisiert.

Unser Leseangebot
Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH

Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH

Mathias Tietke

Von der Schokoladen- zur Keksfabrik

In der 1906 gegründeten Kant Chokoladenfabrik AG gab es in den ersten Jahren vor allem „Kant-Schokolade“. Im Herbst 1939 wurden die Maschinen nach Tangermünde ausgelagert, die Belegschaft musste in den Wittenberger Arado-Flugzeugwerken und im Sprengstoffwerk WASAG arbeiten. Nach 1945 wurden vor allem Haferflocken, Kunsthonig und Kaffeeersatz benötigt und im Kant-Werk hergestellt, Süßwaren kamen step-by-step hinzu. 1953 wurde die Fabrik „Volkseigentum“ und somit zum „VEB Süßwarenfabrik Nadena Kant“, ein Jahr später hieß es Wikana, was sich aus den Anfangssilben von Wittenberg, Kant und Nadena zusammensetzt. Wikana spezialisierte sich auf Dauerbackwaren, die Nationale Volksarmee war ein Großabnehmer. Nach der Wende übernahm ein Westdeutscher die Fabrik und wirtschaftete sie innerhalb weniger Monate herunter. Die Treuhand beschloss die Liquidation, aber Wolfgang Fischer aus Halle (Saale) übernahm die Fabrik, die nun von seiner Tochter geleitet wird. Inzwischen wurde modernisiert und die Angebote reichen vom „Lutherbrot“ bis zum veganen Quinoa-Kakaokeks.

Das von den Berliner Architekten Wittling & Güldner entworfene Heiz- und Kesselhaus, das lange Zeit irrtümlich den Hamburger Architekten Hans und Oskar Gerson zugeschrieben wurde, stand seit den 1980er-Jahren ungenutzt auf dem Gelände. Obwohl unter Denkmalschutz stehend, wird es 2015 abgerissen. Die eindrucksvollen Reliefs sollen an anderer Stelle präsentiert werden. Bleiben wird weiterhin der süße Duft, auch außerhalb des Werksgeländes.

Adresse

Dessauer Straße 8

06886 Wittenberg


Kontakt

03491 / 429860


Information

https://shop-wikana.de



*****

Textquelle:

Tietke, Mathias: Wittenberg - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Mathias Tietke.

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