Sachsen-Anhalt-Lese

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Florian Russi
Symbolon
Europas Kinder auf Reisen
Roman

Reise durch den Kontinent – auf der Suche nach Harmonie und Frieden

Die Menschen und die Götter – vielleicht ist das ein Symbol für den ewigen Widerstreit, die Ambivalenz in der Welt. Zeus grämt schon lange die Ferne zwischen Göttlichkeit und Menschheit, das Auseinanderdriften der einstigen Harmonie. Deshalb schickt er zwei seiner Söhne von Kreta aus quer durch Europa, um eine Art Götter- und Menschentag an einem Ort des Friedens einzuberufen und so das Schicksal des Kontinents in ein glückliches zu wenden und die alte Einheit wiederherzustellen. Dafür braucht er die Hilfe all seiner Götterkollegen, die den verschiedenen Völkern Europas heilig sind … Ein nur ansatzweise antiker Plot – Verweise auf die unmittelbare Gegenwart sind unübersehbar.

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Wittenbergs Villen

Wittenbergs Villen

Mathias Tietke

Die Villenkolonie

Lokal bedeutsame Bauunternehmer wie Emil Bethke, Friedrich Gutewort und Max Jahr, aber auch die Hamburger Brüder Gerson entwarfen zwischen 1921 und 1942 mehrere Villen im Heimatstil und im Stil Neuer Sachlichkeit, die in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Außenposten der Stadtbefestigung „An der Lünette“ angeordnet sind. Hier kann man in einer einzigen Straße die Architekturentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehen. Das erste an diesem Standort entstandene Gebäude, das zugleich überregionale Bedeutung hat, ist das von Hans und Oskar Gerson entworfene Wohnhaus für leitende Angestellte der Schokoladenfabrik Kant mit der Hausnummer 11. Zahlreiche Bauten in Hamburg stammen von den Gebrüdern Gerson, wie zum Beispiel der Thaliahof am Alsterhof. Ihre Bauten wurden auf internationalen Architekturausstellungen in New York und London gezeigt.

Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurden Oskar und Ernst Gerson, der nach dem Tod von Hans dessen Part übernahm, 1933 aus dem Bund Deutscher Architekten ausgeschlossen. Sie emigrierten getrennt nach Neuseeland und den USA. Sämtliche Villen dieses Areals wurden nach 1945 von Offizieren der sowjetischen Streitkräfte bewohnt und die Straße für die Öffentlichkeit gesperrt. Erst nach dem Abzug der sowjetischen Armee war das Viertel wieder frei zugänglich und die Villen wurden saniert. Lediglich das denkmalgeschützte Haus „An der Lünette“ steht kurz vor dem Zusammenbruch.

Adresse

Gustav-Adolf-Straße 11-15 und 34-40

06886 Wittenberg



*****

Textquelle:

Tietke, Mathias: Wittenberg - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Mathias Tietke.

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Gustav-Adolf-Straße
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