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Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Technikmuseum

Technikmuseum "Hugo Junkers"

Carsten Joroch

Hugo Junkers und das Technikmuseum

„Tante Ju“ wird Hugo Junkers’ bekannteste Erfindung im Volksmund genannt. Gemeint ist damit das Flugzeug Ju 52. In den 1930er Jahren war sie das Standardflugzeug der Deutschen Lufthansa, wurde im Zweiten Weltkrieg aber auch als Bomber und Transportflugzeug eingesetzt. Heue existieren noch acht flugfähige Flugzeuge.

Im Technikmuseum, das sich auf dem Gelände der ehemaligen Flugzeugwerke befindet, kann eine rekonstruierte Ju 52, die aus einem norwegischen Fjord geborgen wurde, besichtigt werden. Ebenso der Nachbau einer Junkers F 13, des ersten ganz aus Metall gebauten Zivilflugzeugs der Welt.

Hugo Junkers, der 1859 im Rheinland geboren wurde, machte aber noch einige andere wichtige Erfindungen, von denen viele im Technikmuseum bewundert werden können.

Eine seiner ersten Erfindungen war das Kalorimeter, ein Messgerät, das zur Bestimmung der Wärmemenge eines Stoffes diente.

1895 entwarf er einen Gasbadeofen und entwickelte ihn zum Durchlauferhitzer weiter, wie wir ihn heute noch kennen. Mit den Gewinnen aus dieser Erfindung konnte Junkers seine Firma ausbauen und erhielt wenig später einen Ruf als Professor an die Technische Hochschule in Aachen.

Auch privat war Junkers sehr erfolgreich. 1898 heiratete er die Dessauer Therese Bennhold und zeugte mit ihr im Laufe ihrer Ehe zwölf Kinder.

In Aachen kam Junkers zum ersten Mal mit dem Flugzeugbau in Kontakt und begann Erfindungen rund um die Luftfahrt zu machen. Motoren, Kühlungen, Flügel, später dann ganze Flugzeuge. 1926 musste Junkers’ eigene Fluggesellschaft mit dem Deutschen Aero Lloyd zur Lufthansa fusionieren. In den zwanziger Jahren arbeitete Junkers eng mit dem Bauhaus zusammen. Zusammen entwickelten sie tragende Lamellenkonstruktionen für Fabrikhallen und ein Haus ganz aus Metall, dass sogenannte Stahlhaus. Letzteres konnte sich zwar nicht durchsetzen, wurde aber zum Vorbild heutiger Bau- und Wohncontainer.

Junkers’ beeindruckendste Erfindung, von der es im Museum leider nur ein Modell zu sehen gibt, war die G 38 – das damals größte Landflugzeug. Besonders ist es deshalb, weil die Passagiere zum Teil in den Flügeln untergebracht waren und durch Fenster nach vorne aus dem Flugzeug schauen konnten.

Durch die Weltwirtschaftskrise schwer angeschlagen, war Junkers 1932 gezwungen, seine Gasgerätewerke zu verkaufen. Er hoffte, damit seine Flugzeug- und Motorenwerke retten zu können. Dieser Plan ging nicht auf. Die Nationalsozialisten enteigneten seine Firma 1933. Er erhielt Hausverbot im eigenen Betrieb und musste Dessau verlassen. Hugo Junkers starb 1935.

Über Junkers’ Erfindungen hinaus sind im Technikmuseum noch weitere Exponate zu finden. Russische Kampfflugzeuge, ein Verkehrsflugzeug aus DDR-Zeiten und zahlreiche Flugzeugmotoren, welche zum Teil von Junkers entwickelt wurden, zum Teil aber auch von anderen Konstrukteuren stammen.

Außerhalb der Museumshalle befinden sich die Reste des Junkers’schen Windkanals, in dem seine Flugzeuge getestet werden konnten.

Adresse und Kontakt

Kühnauer Str. 161 a

06846 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 / 6611982

http://www.technikmuseum-dessau.de/


Öffnungszeiten

Mo - Fr: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr


*****

Textquelle:

Joroch, Carsten : Dessau und Wörlitz: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Carsten Joroch.

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Kühnauer Str. 161 a
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