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Neuer Feminismus? – 104. Ausgabe der allmende – Zeitschrift für Literatur
Herausgegeben von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft, Karlsruhe
Redaktion: Matthias Walz und Hansgeorg Schmidt-Bergmann
39. Jahrgang

Über den Feminismus spricht man wieder. Musikerin Beyoncé hat ihn in die Bildsprache eines ihrer Alben aufgenommen, Millionen von Frauen gehen beim »Women’s March« für Frauenrechte auf die Straße und die #MeToo-Bewegung hat sexuelle Nötigung zu einem globalen Thema gemacht und damit das Geschlechterverhältnis verändert.

Doch was beinhaltet der sogenannte »neue« Feminismus? Was ist »neu«, was hat sich gegenüber einem »traditionellen« Feminismus geändert? Neben der Skizzierung theoretischer Positionen reflektieren Autorinnen und Autoren in der Ausgabe ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb.

Mit Beiträgen von Doris Anselm, Giulia Becker, Isabella Caldart, Sonja Eismann, Anna Gien, Lena Gorelik, Caroline Rosales, Mithu Sanyal, Lea Sauer, Marlene Stark, Jasna Strick, Bettina Wilpert und anderen.

Klosterkirche Zscheiplitz

Klosterkirche Zscheiplitz

Helga Heilig

Klostergründung wegen Mordes?

Auf dem Kalksteinplateau des Schafsbergs, hoch über der Unstrut, beherrscht Zscheiplitz mit Turm und Klosterkirche die Silhouette. Funde aus der Jungsteinzeit weisen darauf hin, dass dieser Ort schon vor tausenden Jahren besiedelt war. Der Name Zscheiplitz ist slawischen Ursprungs. Friedrich I. von Goseck, Pfalzgraf von Sachsen, verlegte 1041/42 den Familiensitz von Goseck nach Zscheiplitz. 1085 wurde hier Friedrich III. ermordet. Seine Witwe Adelheid heiratete Ludwig den Springer, Erbauer von Wartburg und Neuenburg. 1110 gründete Adelheid ein Benediktinerinnenkloster und stiftete die Kirche St. Bonifatius. Der Sage nach geschah dies aus Buße für ihre und Ludwigs Beteiligung an der Ermordung Friedrichs. Kloster Zscheiplitz wurde im Zuge der Reformation aufgelöst und dessen Besitz in ein Rittergut überführt. Nach der Enteignung 1945 übernahm die Evangelische Landeskirche das Areal. Jedoch blieb die Kirche ungenutzt und wurde in den 1970er Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt. Die Interessengemeinschaft Klosterkirche Zscheiplitz organisierte ab 1985 mit großem Engagement die Restaurierung der Kirche. Besucher können den sanierten Innenraum der Zscheiplitzer Klosterkirche sowie in der Gruft eine Ausstellung zum Thema Weinbergsmauern sehen.

Weitere Informationen:

Klosterkirche Zscheiplitz

Auf dem Gut

06632 Zscheiplitz

Tel.: 034464 / 27757

https://www.klosterkirche-zscheiplitz.de/

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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