Sachsen-Anhalt-Lese

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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Ort weltlicher und geistlicher Macht

Kloster und Kaiserpfalz Memleben – wenn auch etwas abgelegen, aber der Besuch ist unerlässlich. Zur Bedeutung und Geschichte: Mit der Herrschaft der Ottonen im 10. Jahrhundert geht Memleben in die europäische Historie ein. Mehrfach hielten sich ottonische Herrscher hier auf. König Heinrich I. verstarb in Memleben 936. Als Sterbeort seines Vaters und Standort einer Kaiserpfalz stand Memleben am Beginn der Herrschaft Ottos, aber auch am Ende seines Kaisertums, da Otto I. 973 am selben Ort verstarb. Um das Todesgedenken für den Vater zu sichern, stifteten Kaiser Otto II. und Gattin Theophanu in Memleben ein Benediktinerkloster. Es entwickelte sich zur bedeutenden Reichsabtei, der Kaiser Otto III. im Jahr 994 Markt-, Münz- und Zollrecht verlieh. Mit Heinrich II. endete die Blütezeit. Er nahm dem Konvent 1015 die Eigenständigkeit und unterstellte das Kloster Memleben der Abtei Hersfeld als Propstei. Mit der Reformation ging im 16. Jahrhundert das monastische Leben zu Ende. Nach der Auflösung des Klosters übertrug Herzog Moritz von Sachsen die an der Propstei gelegenen Güter und Baulichkeiten der Landesschule Pforta. Die Klosteranlage wird museal genutzt. In Expositionen werden die Bedeutung des Ortes und der Klöster eindrucksvoll und verständlich erläutert.

Weitere Informationen:

Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Thomas-Müntzer-Straße 48

06642 Memleben

Tel.: 034672 / 60274

https://www.kloster-memleben.de/de/

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Thomas-Müntzer-Straße 48
06642 Kaiserpfalz

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