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Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Das Schwabehaus Dessau

Das Schwabehaus Dessau

Carsten Joroch

Ein astronomisch guter Apotheker

Im Jahr der Französischen Revolution 1789 wurde in Dessau ein Mann geboren, der einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit werden sollte. Schon als Kind hatte Samuel Heinrich Schwabe den Wunsch, den Beruf seines Großvaters, Apotheker, zu erlernen. Dafür studierte er sogar in Berlin. Pharmazie, Botanik, Chemie, aber auch Physik standen auf dem Lehrplan. Zurück in Dessau übernahm Schwabe 1811 die Apotheke seines Großvaters. Bis dahin kein besonders spektakulärer Lebenslauf. Dann aber gewann Schwabe in einer Lotterie ein Fernrohr und entdeckte die Astronomie als seine große Leidenschaft. Er verkaufte sogar die Apotheke und zog ins heute als Schwabe-Haus bekannte Gebäude in der Johannisstraße 18. Als seine größte Entdeckung gilt die elfjährige Sonnenfleckenperiodizität.

Neben seiner Tätigkeit als Astronom verfasste er auch ein Werk über die Botanik des Landes Anhalt. Auf Grund seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten wurde sogar Alexander von Humboldt auf Schwabe aufmerksam und besuchte ihn in Dessau. 1857 erhält Schwabe für seine Entdeckungen die „Große Goldene Medaille“ der Royal Astronomical Society.

Schwabe starb 1875 hochgeachtet in Dessau. Sein Grab befindet sich auf dem historischen Friedhof. Das Schwabehaus wurde in den letzten Jahren vom Schwabehausverein umfassend saniert und ist eines der ältesten erhaltenen Häuser in Dessau. Der Verein organisiert regelmäßig Veranstaltungen. In der „Essbar“ im Schwabehaus kann man günstig frühstücken und Mittag essen.

Adresse und Kontakt

Johannisstraße 18

06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 / 8598823

https://www.schwabehaus.de/


"Essbar" im Schwabehaus

www.essbar-dessau.de



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Textquelle:

Joroch, Carsten : Dessau und Wörlitz: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Carsten Joroch.

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