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Eberhard Klöppel

Das Mansfelder Land 1974–1989
Bildband
Mit einem Text von Michael Birkner

Kaum ein Bildreporter hat so intensiv das Geschehen im Mansfelder Land beobachtet wie Eberhard Klöppel. Er begann schon früh zu fotografieren. In seinem Archiv gibt es Tausende Fotos vom Leben in seiner Heimat. Aber wichtigstes Thema waren für ihn Bergbau und Hütten – und vor allem die Menschen, die dort arbeiteten.

Klöppels Fotos zeigen nicht die vermeintliche Tristesse und Resignation, sondern vermitteln Leben. Nie agiert er als Regisseur, sondern konsequent als Beobachter, als Dokumentarist seiner Zeit. Er zeigt, wie es war in diesen Jahren im Mansfelder Land: Ob es der Umzug der Ausgezeichneten am 1. Mai ist, die Hochzeit mit Dreimannkapelle und den tanzenden Gästen, der von Frauen in Kittelschürzen umringte Kosmonaut Sigmund Jähn bei der Autogrammstunde, das Leben in der Mittelstraße in Helbra, das »Dreckschweinfest« der Grunddörfer zu Pfingsten oder auch der Wiesenmarkt in Eisleben.

Beyerhof und Brauhaus Wittenberg

Beyerhof und Brauhaus Wittenberg

Mathias Tietke

Selbst gebrautes Bier im Beyerhof

Der Beyerhof ist eine mittelalterliche Hofanlage aus dem 16. Jahrhundert, die man durch ein tonnengewölbtes Rundbogentor betritt. Sie wurde nach dem Dekan der juristischen Fakultät benannt, der dieses Grundstück erwarb. Der aus dem unterfränkischen Kleinlangheim stammende Christian Beyer (1482–1535) war darüber hinaus auch Bürgermeister und kurfürstlicher Kanzler. Nach dem Tod des Kurfürsten Friederich der Weise wurde Christian Beyer 1528 als Kanzler an den Hof von Johann dem Beständigen nach Weimar berufen. Zwei Jahre später trug er auf dem Reichstag in Augsburg vor Kaiser Karl V. und den Kurfürsten des römischen Reiches die deutsche Ausgabe der von Melanchthon verfassten „Confessio Augustana“ vor, das immer noch gültige Bekenntnis der lutherischen Kirchen.

Auffällig und bemerkenswert ist im Beyerhof zum einen der schlanke Wendelstein, in dem es in die oberen Etagen geht, wo einst Studenten untergebracht waren. Zum anderen die hölzerne Umgänge dort. In einer Nische des Hofes befindet sich ein Relief des „Fahnenritters“ Kurfürst Johann Friedrich im Feldharnisch, eine Arbeit der Cranach-Werkstatt, ehemals Bestandteil des Elstertors. Im Hinterhaus gibt es ein uriges Brauhaus, in dem Wittenberger Bier ausgeschenkt und verkauft wird. Auch „Bierseminare“ werden angeboten. Das Bierbrauen hat in Wittenberg eine sehr lange Tradition, wovon noch erhaltene Brauereigebäude in der Lutherstraße und Am Alten Bahnhof zeugen sowie der Schriftzug „Brauerei Donhauser“ in der Mittelstraße 7.



Adresse

Markt 6

06886 Lutherstadt Wittenberg


Kontakt

03491 / 433132


Informationen

www.brauhaus-wittenberg.de


Öffnungszeiten

Restaurant

Montag - Sonntagab 11.00 Uhr (durchgehend)



*****

Textquelle:

Tietke, Mathias: Wittenberg - die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Mathias Tietke.

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