Sachsen-Anhalt-Lese

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Unser Leseangebot

Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Brauhaus

Brauhaus "Zum alten Dessauer"

Carsten Joroch

Bier für Dessau

Die erste Adresse, wenn man in Dessau-Roßlau gut essen und trinken möchte, ist wohl das Brauhaus „Zum Alten Dessauer“. Wie sonst könnte es sich erklären, dass alle Tische für die Weihnachtsfeiertage schon acht Monate im Voraus reserviert sind?

Das Essen ist bodenständig, regional, aber richtig gut gemacht. Die große Besonderheit des Brauhauses ist aber das selbstgebraute Bier. Die Gäste können direkt neben den großen Kupferkesseln (der Maische- und der Würzpfanne) sitzen, in denen das Bier gebraut wird. Spezialität des Hauses ist das „Zwickelbier“, ein untergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von 4,9 %, das nicht sterilisiert, stabilisiert und filtriert wird. Deshalb enthält es viele gesunde Inhaltsstoffe. Wenn das kein Grund ist, ein Glas zu probieren!

Die Braukunst hat in Dessau eine lange Tradition. Schon der „Alte Dessauer“ soll gerne ein Glas (oder auch mehrere) getrunken haben. Daher hat das Brauhaus auch seinen Namen. Vor der Teilung Deutschlands gab es in Dessau zwei große Brauereien, die Schade- und die Schultheiss-Brauerei. 1949 wurden beide Brauereien zum VEB Brauerei Dessau zusammengelegt. 1974 wurde der Sudbetrieb am Standort der ehemaligen Schade-Brauerei eingestellt. Das Brauhaus befindet sich heute im alten Sudhaus der Schade-­Brauerei, unweit des Dessauer Marktplatzes. In der Schultheiss-­Brauerei wurde noch bis zur Wende Bier gebraut. Dann erwarb die Paulaner-Brauerei die Rechte am Dessauer Bier und schloss die Bierproduktion. Seit der Eröffnung des Brauhauses im Jahr 2001 wird wieder Bier in Dessau produziert.

Adresse und Kontakt

Lange Gasse 16

06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 / 2205909

http://www.alter-dessauer.de/

*****

Textquelle:

Joroch, Carsten : Dessau und Wörlitz: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.

Bildquelle:

Carsten Joroch.

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