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Anna Prinzessin von Sachsens Inhaftierung 1576 in Zeitz

Anna Prinzessin von Sachsens Inhaftierung 1576 in Zeitz

Hans-Joachim Böttcher

Tochter des sächsischen Herzogs und späteren Kurfürsten Moritz

Zeitz - Blick vom Rathausturm in Richtung der Michaeliskirche
Zeitz - Blick vom Rathausturm in Richtung der Michaeliskirche

1544 wurde Anna Prinzessin von Sachsen als Tochter des sächsischen Herzogs und späteren Kurfürsten Moritz sowie der Agnes von Hessen in Dresden geboren. Mit 11 Jahren zur Vollwaise geworden, zog in der Folge ihr Onkel Kurfürst August und dessen Gemahlin Anna die Prinzessin sehr lieblos auf. Zumindest von ihrer Seite ging sie 1561 mit Wilhelm Prinz von Oranien Graf von Nassau, Statthalter in den Niederlanden, eine Liebesehe ein. Auf Grund beider schwieriger Charaktere, daraus resultierenden menschlich problematischen Verhaltens sowie religiös-politischen und ökonomischen Zwängen entwickelte sich die Ehe zu einem Fiasko. Um sich von seiner Gemahlin trennen zu können, ließ der Prinz sie des Ehebruchs beschuldigen und sich 1571 scheiden. Anna kam daraufhin in einen zunehmend verschärften Hausarrest in Nassau.

1576 einigten sich ihre sächsische sowie hessische Verwandtschaft und die von ihrem ehemaligen Gemahl, die Grafen von Nassau-Dillenburg, dass Anna nach Sachsen gebracht werden solle. Es war am 12. Dezember jenes Jahres, als bei ihr im nassauischen, auf Burg Beilstein, eine Delegation erschien. Diese sollte der Inhaftierten nicht nur die über sie getroffenen Festlegungen bekannt geben, sondern sie auch gleich nach Sachsen bringen. Als Anna die Herren in den Burghof kommen sah, begrüßte sie diese nur kühl von ihrem Fenster des Palas. Die Förmlichkeit wahrend, auch offenbar überhaupt nicht neugierig was man denn von ihr wolle, empfing sie die Herren erst am folgenden Tag. Wie beauftragt, trug man Anna nun vorsichtig die Entschlüsse ihres sächsischen sowie hessischen Onkels für die Übersiedlung nach Sachsen vor. Dabei verlor sie im Laufe des Gespräches jedoch zunehmend ihre Haltung. So brachte sie immer mehr ihren ganzen Frust über den bisherigen Gesandten Kurfürst Augusts, E.V. von Berlepsch, drastisch zum Ausdruck. Für die Räte war das natürlich mehr als peinlich. Mehrere Tage versuchten sie, Anna gütlich zu bewegen sich der neuen für sie festgelegten Situation zu fügen. Sie dachte allerdings überhaupt nicht daran, da sie zu Recht befürchtete, dass ihr in Sachsen noch furchtbareres Ungemach geschehen werde, als bislang in Beilstein. Immer rabiater werdend brachte sie wiederholt ein Messer an sich und bedrohte damit die Gesandten oder versuchte hochdramatisch sich selbst umzubringen. Es half jedoch alles nichts. Am sechsten Tag war die Geduld der Herren erschöpft und sie ließen Anna von ihren Mägden gewaltsam auf den bereitstehenden Wagen tragen. Da sie den aus Hessen mitgebrachten Reisewagen strikt abgelehnt hatte, war man ihr zumindest in dieser Sache entgegen gekommen. Graf Johann von Nassau stellte ihr als letzte gutwillige Geste den ansonsten von seiner Frau genutzten brabanter Wagen mit acht vorgespannten Pferden zur Verfügung. Offenbar war der bequemer und natürlich auch standesgemäßer.    

Die alte Zeitzer Stadtmauer, genannt „Freiheit"
Die alte Zeitzer Stadtmauer, genannt „Freiheit"

Am 19. Dezember begann die traurige Reise, die bis in das kleine nassauische Dorf Eisemroth führte. Hier musste Anna streng bewacht die Nacht in einem armseligen Bauernhaus verbringen. Den folgenden Tag kam die kleine Reisekolonne bis ins hessische Blankenstein, wo man im dortigen Schloss übernachtete. Anna weigerte sich hier rigoros weiterreisen zu wollen und schimpfte insbesondere erneut heftig auf den nicht anwesenden Berlepsch. Die Realitäten einfach nicht anerkennend, verlangte sie wiederholt, dass man sie in eine freie Reichsstadt bringen soll, wo sie um ihr Recht kämpfen wolle. Erst nach drei Tagen gelang es, Anna dazu zu bringen, dass man nach Homburg weiterreisen konnte; das war der Heilige Abend. Der sächsische Gesandte Wolf Bose schilderte Landgraf Wilhelm von Hessen das schwierige Verhalten von Anna und bat darum, dass sie einige Zeit in Homburg bleiben könne, bis er weitere Instruktionen bei Kurfürst August eingeholt hätte. Trotz des christlichen Festes der Nächstenliebe zeigte sich der Landgraf sehr hartherzig gegenüber seiner Nichte und wies an, sie mit Gewalt zur Weiterreise zu zwingen. Ihn trieb wohl die Angst, diese für längere Zeit im Land behalten und für sie aufkommen zu müssen. Da Anna einfach nicht wollte, entfernte Bose sich aus der Reisegesellschaft, so dass sie resignierte und sich den Weisungen des weitaus rigoroseren hessischen Hauptmannes zur Weiterreise fügte. Später stieß Bose wieder zu der Gesellschaft, wo ihn Anna sehr verärgert aufnahm und vier Tage lang nicht mit ihm sprach. Erst in Langensalza kam sie auf den Gedanken zu fragen, wo er sie denn hinbringt. Als er ihr antwortete ins „Land Meißen", zeigte sie sich eigenartiger Weise daraufhin ganz lustig und machte keine Schwierigkeiten bei der Weiterreise. Offenbar verbanden sich ihr mit dem Namen irgendwelche angenehme Erinnerungen der Kindheit. In Salza blieb Annas bisherige hessische Hofmeisterin mit ihrer Tochter auf Grund der Strapazen der Reise zurück. Dafür nahm man zwei neue Frauen in Dienst. Am 10. Januar 1576 beschwerte sich Anna bei Bose über die Anstrengungen der Fahrt und die große Kälte. In dem Gespräch erfuhr sie von ihm, dass am nächsten Tag in Zeitz ein Ruhetag eingelegt werden würde und er sie danach nach Rochlitz in das dortige Schloss zu überführen hätte.

Die Zeitzer Moritzburg
Die Zeitzer Moritzburg

Als Anna ihren neuen Wohnort erfuhr, reagierte sie mit einem heftigen Gefühlsausbruch und lehnte es strikt ab, sich dorthin bringen lassen. Der Hintergrund dieser Reaktion waren offenbar ihre dunklen Kindheitserinnerungen an das, was ihre Mutter Agnes ihr über die angeblich bösartige und intrigante Herzogin Elisabeth von Rochlitz berichtet hatte. Das war tief in ihr Gemüt eingeprägt. Auf keinen Fall wollte sie eine zweite Herzogin von Rochlitz werden, was sie auch immer darunter verstand. Wie sich bald zeigen sollte, war der Widerstand von Anna, sich nach Rochlitz bringen zu lassen, jedoch ein sehr schwerer Fehler. Vermutlich wäre es ihr in dieser Burg nicht nahezu so schlecht ergangen, wie dann in Dresden. Bose ging es gegen seine Ehre mit Gewalt gegen Anna vorzugehen und schrieb dem Kurfürsten, dass er die Prinzessin nicht steuern könne und sie „treffliche böse Worte" von sich gäbe sowie „wenn sie ihren Kopf aufsetze, foret sie heraus wie ein zerbrochenes Schiff".

Am 12. Januar antwortete Kurfürst August sehr ungnädig an Bose, falls er nicht in Ungnade fallen wolle, soll er seine Befehle ausführen. Erneut unter Druck gesetzt, ließ sich Anna daraufhin mühsam bewegen, den Anweisungen zu folgen. In Zeitz, dem Amtssitz Boses, angekommen setzte sie der Weiterreise nach Rochlitz jedoch erneut heftigsten Widerstand entgegen. In dessen Haus, in dem sie halbwegs komfortabel untergebracht wurde, fiel sie mehrmals vor ihm auf die Knie, bat ihn um Gottes Willen sie nicht nach Rochlitz zu bringen. Auch fiel sie von einer Ohnmacht in die andere. Der gutherzige Mann war ratlos und schrieb darum erst einmal an Berlepsch, der sein Onkel war. Er schilderte ihm in mehreren Schreiben eindringlich die ganze Situation und berichtete, dass seine Frau, die Anna von der Jugend kannte, sich bereit erklärt habe, sie nach Rochlitz zu begleiten. Aber auch das habe sie abgelehnt. Auf seinen Vorschlag hin sei sie jedoch bereit ins Kloster Weißenfels zu gehen und dort ihr weiteres Leben zu verbringen. Bose wies Berlepsch ebenfalls darauf hin, dass es in Sachsen Aufsehen erregen würde, wenn man eine Prinzessin unschuldig in Rochlitz verwahren würde. Denn immerhin wurde das Schloss zu jener Zeit als Gefängnis für Staatsgefangene genutzt.

Bei Kurfürst August unternahm Bose ebenfalls nochmals einen schriftlichen Versuch, ihn zu bewegen, von seiner Weisung abzugehen. Er erbot sich selbst nach Dresden zu reisen, um ihm deren Bewegründe dafür vorzutragen. Auch Anna schrieb ihrem Onkel; es war wohl der letzte Brief in ihrem Leben. Mit ihrer im Laufe der Zeit immer zittriger gewordenen krakeligen Schrift legte sie sehr höflich ihre Ablehnung von Rochlitz als Wohnsitz wegen des dortigen Geistes von Elisabeth dar: „Dan ich desselben gemueth nicht bin, als die selbe so ehr zeit dar gewondt hat, so denke ich auch ihren namen nicht zu thragen, sondern solchen namen als mihr von meines fromen herrn vatters wegen eignet und geburdt". Weiterhin bat sie darum, dass Bose nach Dresden kommen dürfe, um ihre Ablehnung gegenüber Rochlitz als Wohnsitz dem Kurfürsten nochmals vortragen zu dürfen. Der enthielt sich jedoch erst einmal einer Antwort, was eigentlich eine Akzeptierung ihrer Gründe war und bedeutete, dass sie vorläufig in Zeitz bleiben könne. Keine Reaktion zu erhalten, zerrte allerdings bei Anna im Laufe der folgenden Wochen immer mehr an ihren völlig ruinierten Nerven.

Die Moritzburg mit Schlossgarten
Die Moritzburg mit Schlossgarten

Still abzuwarten und sich den Zeitzer Oberhauptmann Wolf Bose zum Freund zu machen, entsprach schon ihrem ursprünglichen Wesen kaum, ihrem immer desolateren geistigen Zustand allerdings gar nicht. Nein, auch diesen gutmütigen Mann machte sie sich nun zunehmend zu ihrem Feind. Langsam entnervt, beschrieb Bose am 1. März 1576 dem sächsischen Landrentmeister B. Lauterbach, wie schwer der Umgang mit Anna sei. Seine Frau könne sie nicht mehr ertragen und es bedürfe handfester Männer, um mit ihr umzugehen. Als er ihr mit dem Kurfürsten drohte, habe sie nur eine sehr drastische Geste gemacht, was der sie könne. Ihn selbst habe sie verflucht, dass der Teufel ihn holen soll und, dass sie ihm, seinem Weibe und seinen Kindern das Herz im Leibe abstechen wolle. Auf der Reise sei sie immer wieder heftig und stürmisch gewesen, aber dazwischen auch wiederholt lustig. Nun allerdings verschlechtere sich ihr Verhalten von Tag zu Tag mehr. 

Am 12. März 1576 schrieb Bose sodann an den Kurfürsten, dass Anna ungeduldig sei, bitter und böse. Er beschrieb ihre sichere Unterbringung, dass Anna allein äße und sich nur noch ein Küchenjunge und zwei unzuverlässige Mägde bei ihr befänden. Da diese aus dem Dienst weg wollten, schlug Bose neues Personal vor, wie auch neue Regeln für ihre Speisen und insbesondere Getränke. Denn „Anna sauffe sich alle Tage voll, und wenn man ihr nicht soviel Wein gibt, als sie will, werde sie gar rasend und lasse solche ehrenrührige, böse, verdrießliche Worte von sich laufen, daß es ihm im Herzen wehe tue. Wenn er komme, um zum guten zu reden, laufe sie vor ihm in die Kammer, verschließe sich und belle durch die Türen wie ein böser Kettenhund." Der Alkohol, beziehungsweise die chronische Trunksucht der Anna schon lange verfallen war, hatten ihren geistigen und körperlichen Zustand trauriger Weise völlig ruiniert.

   Am 5. November kam es zu einem folgenschweren Auftritt von ihr. Als Bose mit Gästen zu Tisch saß erschien Anna, da ihre Mägde wohl einen Moment nicht auf sie Acht gegeben hatten, laut auf ihn schimpfend vor dessen Tür. Laut rief sie: „Bist du Bosewicht Hauptmann darinnen, gehe heraus, du solt erfahren, was ich mit dir zu rede". Bose beschrieb am folgenden Tag was sich weiter abspielte, nachdem er: „einen Mantel umgenohmen, und bin zu ir für die thür gegangen, der Meynungk, sie mit guten wortten wider in ir gemach zu bereden. Als baltt sie mich gesehen, hatt sie mich zum ergesten, wie ir gebrauch, ausgemacht und gescholten, ist sie uff mich zugelauffen: Du Bosewicht, du must sterben, hat in jeder Handt ein Brottmesser gehatt, welches sie der Maidtt von dem gortell gerissen, die auch Beyliegente mitt thue uberschicken, und vier stiche auff mich gethan, und den Ermen in Mantell, bin ich ir in die Arm gefallen, die Messer auswunden und zu nehmen, hatt sie mir unvorsehend, wie ich ir den rechten Arm wider gehen lassen, eine redliche Maullschelle geben. Habe ich sie nach solchen schirmutzeln [Plänkelein] mitt gewaltt wider in Ihr gemach tragen lassen. Ist bitter und bose gewest unnd zum hefftigsten geschworen, gott solle sich uber sie nimmermer erbarmen, wollte mich mein weib und Kinder erstechen und umbringen. Sie konnte auch nicht ruge noch fride haben, sie hatte es den verbracht, und ob sie woll meiner person nichts thun kann, so ist sie doch eine lange Zeitt her, gar rasentt und thoricht gewessen, als were sie besessen, wie den die herrn selbst, da sie das vermelt alhir gewesen, gesehen und gehortt haben, und keine Meidtt sicher mer zu ir gehen darff, ist zu befaren, wan ixh nicht daheim, sie etwan eine torst [Unrecht, Unbill] an meinem weibe, kindern, oder an ir selbst einen schaden thuen mochte. Gott weiß es, mir ist nicht woll derbey, gelangett derwegen an euch mein gar vleissig biten, die hern wollten doch dem Churfürsten m. g. H. [mein gnädiger Herr] solchs underthenigst fürtragen und berichten, ob s. Ch. g. [seine Churfürstliche Gnaden] sie, dieweillen sie sonst der regierungk halten alhir, da teglich von Junckern und andern ein groß Aus- und eingehen ist, nicht woll, dan sie fast alle Tage ein solch Zettergeschrey treibett, das alle Menschen das Maull aufsperren, anders wohin, da sie gar vor machen und vor sperren lassen sollte, dermit sich niemands zu befaren, oder was ich auch, dieweille, sie also thoricht wirdtt, mitt ir verhalten soll." Mit diesem Schreiben, das Bose an Kammerrat H. v. Bernstein sowie Lauterbach schickte, nahm Annas Leben in der Folge eine noch tragischere Wendung.

Man kann annehmen, dass Kurfürst August, genauso wie er sich über Jahre hinweg nur widerwillig um seine Nichte gekümmert hat, das auch weiterhin so gehandhabt hätte. Dadurch wäre es ihr bei ruhigem Verhalten sicher möglich gewesen in Zeitz unter der Aufsicht von Bose zu verbleiben. Da August aber durch die Herren über den neuesten Eklat unterrichtet wurde, fühlte er sich nun doch zum Handeln veranlasst. Er erteilte Bose eine Rüge, dass er auf Anna nicht genügend Acht gegeben hatte, und wies ihn an, sie nach einem exakt erarbeiteten Plan nun nach Dresden zu überführen. 

Anna von Sachsen
Anna von Sachsen

Am Morgen des 20. Dezember 1576 wurde Anna in einen verdeckten Wagen gesetzt, aus dem sie nicht hinaussehen konnte. In ihrer Begleitung befand sich die alte Moserin, die sie wohl schon seit der Kindheit kannte und zu der sie eventuell ein gewisses Vertrauen aufbrachte. Eigenartiger Weise hatte Kurfürst August in einer humanen Anwandlung angewiesen, diese Frau kommen zu lassen, damit sie seine Nichte begleitet. Ebenfalls im Wagen reiste Bose, der verhindern sollte, dass Anna zu fliehen versucht, lautstark auf sich aufmerksam macht, oder gar Hand an sich selbst legt. In den Schlössern Colditz und Nossen waren die Übernachtungen und Pferdewechsel vorbereitet, ohne dass irgendjemand erfahren durfte, wer denn die transportierte Frau sei. Am Abend des 22. kam man vor den Toren der Stadt Dresden an. Wie verabredet schickte Bose einen Jungen voraus, so dass der Türknecht entsprechend der ihm erteilten Instruktion die Tore offenhielt und die Kolonne unkontrolliert eilig in die Stadt zum Schloss fahren konnte. Über das Verhalten von Anna auf der Reise und bei ihrem Eintreffen in Dresden am 22. Dezember, man hatte ihr ja verheimlicht wo sie hingebracht wird, gibt es keinen Bericht. Nach 15 Jahren war sie damit zum ersten Mal wieder in ihrer Geburtsstadt; heimgekehrt war sie jedoch nicht.

Ihr bisheriges schon trauriges Leben entwickelte sich nun zu einer wahren Tragödie. Körperlich schwer erkrankt und geistig gestört verstarb Prinzessin Anna schließlich unter unmenschlichen Bedingungen am 18. Dezember 1577 im Residenzschloss zu Dresden.

Wie es überhaupt zu diesem berührenden, tragischen Schicksal von Prinzessin Anna kommen konnte, erzählt der Autor Hans-Joachim Böttcher in seiner spannenden Biografie: „Anna Prinzessin von Sachsen (1544-1577) - Eine Lebenstragödie", die 2013 der Dresdner Buchverlag veröffentlichte.

 

 

Bilder:

- Anna von Sachsen  (Wikipedia - gemeinfrei)

- Zeitz - Blick vom Rathausturm in Richtung der Michaeliskirche (1967)

- Die alte Zeitzer Stadtmauer, genannt „Freiheit" (1967)

- Die Zeitzer Moritzburg (1979)

- Die Moritzburg mit Schlossgarten (um 1940)

- Anna von Sachsen (Wikipedia - gemeinfrei)