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Schlosskirche Wittenberg

Schlosskirche Wittenberg

Hanno Klöver

Die Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg wurde 1506 am früheren Standort des Schlosses von dem Kurfürsten von Sachsen errichtet. Bekannt ist sie vor allem dadurch, dass Martin Luther hier am 31. Oktober 1517 seine 95 lateinischen Disputationsthesen angeschlagen haben soll, in denen er die Missbräuche beim Ablass anprangerte. Dass Luther die Thesen eigenständig angenagelt haben soll, ist heute allerdings umstritten.  

Die Kirche, in ihrer heutigen Erscheinungsform, ist ein eindrucksvolles Bauwerk im neugotischen Stil. Sie zeichnet sich insbesondere durch ihren charakteristischen Kirchturm mit seiner filigran anmutenden Turmhaube aus. Auf diesem steht in großen Lettern die Textzeile „Eine feste Burg ist unser Gott" des gleichnamigen Psalms und Kirchenliedes von Martin Luther geschrieben.

Die Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon, letzterer hatte in Wittenberg Anfang des 16. Jahrhunderts eine Professur inne, fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Diese können heute noch im Inneren des Gotteshauses besichtigt werden.

1997 wurde die Schlosskirche in Wittenberg zur UNESCO-Welterbestätte erklärt.

 


 

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Fotos: Teaserbild Ingo Arndt_pixelio.de, Kirchtür Gabi Schoenemann_pixelio.de